
TWINT einrichten, Geld senden und sicher an der Kasse bezahlen
TWINT ist die meistgenutzte Bezahl-App der Schweiz – und das hat einen Grund. Sie können damit an der Kasse bezahlen, Freunden Geld schicken und online einkaufen. Alles, was Sie dafür brauchen, ist ein Smartphone und wenige Minuten Zeit für die Einrichtung. In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie TWINT einrichten, wie das Senden von Geld funktioniert, wie Sie sicher an der Kasse bezahlen und worauf Sie bei Kosten, Limiten und Sicherheit achten sollten.
TWINT einrichten: Schritt für Schritt zur eigenen Bezahl-App
Bevor Sie TWINT nutzen können, müssen Sie die App herunterladen und einrichten. Das klingt nach mehr Aufwand, als es tatsächlich ist. Der gesamte Prozess dauert in der Regel nur wenige Minuten – je nach Variante kann die vollständige Freischaltung aber ein paar Tage beanspruchen.
Die richtige TWINT-App auswählen
Das Erste, was viele überrascht: Es gibt nicht nur eine TWINT-App. Sie haben grundsätzlich zwei Optionen.
Erstens die Bank-App von TWINT. Die meisten grossen Schweizer Banken bieten eine eigene TWINT-Version an. Wenn Sie zum Beispiel ein Konto bei der UBS, Raiffeisen, PostFinance oder ZKB haben, finden Sie im App Store oder Google Play Store eine spezifische TWINT-App Ihrer Bank. Der Vorteil: Zahlungen werden direkt mit Ihrem Bankkonto verknüpft, und Sie müssen kein Guthaben aufladen.
Zweitens TWINT Prepaid. Falls Sie kein Schweizer Bankkonto haben oder Ihre Bank kein TWINT anbietet, gibt es die Prepaid-Variante. Hier laden Sie Guthaben auf, bevor Sie bezahlen können – ähnlich wie bei einer Prepaid-SIM-Karte.
Welche Variante die richtige für Sie ist, hängt also davon ab, ob und bei welcher Bank Sie Kunde sind. Im Zweifel lohnt sich ein kurzer Blick auf die TWINT-Website, wo alle teilnehmenden Banken aufgelistet sind.
Download und Registrierung
Sobald Sie sich für eine Variante entschieden haben, laden Sie die entsprechende App aus dem App Store (iPhone) oder Google Play Store (Android) herunter. Die Registrierung läuft bei allen Varianten ähnlich ab:
- App öffnen und den Registrierungsprozess starten.
- Mobilnummer eingeben. Ihre Schweizer Handynummer ist sozusagen Ihre Identität bei TWINT. Pro Nummer kann jeweils nur ein TWINT-Konto aktiv sein.
- SMS-Code bestätigen. Sie erhalten einen Bestätigungscode per SMS, den Sie in der App eingeben.
- Persönliche PIN erstellen. Diese PIN brauchen Sie jedes Mal, wenn Sie die App öffnen oder eine Zahlung bestätigen. Wählen Sie eine PIN, die Sie sich merken können, die aber nicht zu offensichtlich ist (also bitte nicht 1234).
- Bankkonto verknüpfen (bei der Bank-Version) oder Guthaben aufladen (bei der Prepaid-Version).
Aktivierung abschliessen
Hier kommt ein Punkt, der oft für Verwirrung sorgt: Bei vielen Bank-Versionen ist die Einrichtung nach der Registrierung in der App noch nicht vollständig abgeschlossen. Mehrere Banken schicken Ihnen einen Aktivierungsbrief per Post oder einen separaten Aktivierungscode, den Sie eingeben müssen. Das dient der Sicherheit, damit niemand ohne Ihr Wissen ein TWINT-Konto mit Ihrem Bankkonto verknüpfen kann.
Bis dieser Aktivierungsprozess abgeschlossen ist, können bestimmte Funktionen eingeschränkt sein. Sie haben beispielsweise niedrigere Limiten oder können noch kein Geld an andere Personen senden. Sobald der Code eingegeben ist, stehen Ihnen alle Funktionen zur Verfügung.
Bei der Prepaid-Version geht es in der Regel schneller, da keine Bankverifizierung nötig ist. Dafür müssen Sie vor der ersten Zahlung natürlich Guthaben aufladen.
Geld senden und empfangen mit TWINT

Eine der praktischsten Funktionen von TWINT ist das Senden und Empfangen von Geld zwischen Privatpersonen. Ob Sie jemandem Geld für das gemeinsame Abendessen zurückzahlen, Ihrem Kind Taschengeld schicken oder eine Rechnung unter Freunden aufteilen wollen – mit TWINT geht das in Sekunden.
So senden Sie Geld an andere Personen
Um Geld zu senden, öffnen Sie die TWINT-App und wählen die Funktion «Geld senden». Anschliessend geben Sie die Mobilnummer des Empfängers ein oder wählen die Person aus Ihren Kontakten aus. Der Empfänger muss natürlich ebenfalls TWINT nutzen, aber es spielt keine Rolle, welche Bank-Version er oder sie verwendet. TWINT funktioniert bankübergreifend.
Sie geben den gewünschten Betrag ein, können optional eine kurze Nachricht dazuschreiben (zum Beispiel «Für das Nachtessen gestern») und bestätigen die Zahlung mit Ihrer PIN. Das Geld wird dem Empfänger praktisch sofort gutgeschrieben.
Geld anfordern
Umgekehrt können Sie auch Geld anfordern. Das ist praktisch, wenn Sie für eine Gruppe etwas bezahlt haben und nun den Anteil von den anderen einsammeln möchten. Sie erstellen eine Zahlungsanforderung, die Person erhält eine Benachrichtigung in ihrer TWINT-App und kann den Betrag mit einem Klick bestätigen.
Einschränkungen beim Geld senden
Es gibt ein paar Dinge, die Sie wissen sollten. TWINT funktioniert ausschliesslich innerhalb der Schweiz. Überweisungen ins Ausland sind nicht möglich. Ausserdem gelten – vor allem direkt nach der Einrichtung – eingeschränkte Limiten. Wie bereits erwähnt, werden diese Limiten bei vielen Bank-Apps erst nach Abschluss der vollständigen Aktivierung (zum Beispiel durch den Aktivierungsbrief) auf das volle Mass erhöht.
Die genauen Beträge unterscheiden sich je nach Bank und Kontotyp. Es lohnt sich, in der App oder auf der Website Ihrer Bank nachzuschauen, welche Tages- und Monatslimiten für Sie gelten.
Sicher an der Kasse bezahlen

Das Bezahlen an der Kasse ist wahrscheinlich das, wofür die meisten Leute TWINT nutzen. Inzwischen akzeptieren die allermeisten Geschäfte, Restaurants und sogar viele Marktstände in der Schweiz TWINT. Der Ablauf ist unkompliziert, auch wenn er sich vom Kartenzahlen etwas unterscheidet.
Bezahlen per QR-Code am Terminal
Der häufigste Weg: Sie stehen an der Kasse, der Betrag wird eingegeben, und auf dem Kassenterminal erscheint ein QR-Code. Sie öffnen Ihre TWINT-App, tippen auf «Bezahlen» und scannen den QR-Code mit Ihrer Smartphone-Kamera. Anschliessend bestätigen Sie den Betrag in der App – fertig.
In manchen Geschäften gibt es statt eines QR-Codes auf dem Terminal einen TWINT-Sticker neben der Kasse. Das Prinzip ist dasselbe: Sticker scannen, Betrag bestätigen, bezahlt.
Bezahlen an Automaten und im öffentlichen Verkehr
Auch an Automaten – etwa für Parkgebühren oder Getränke – können Sie oft mit TWINT bezahlen. Das funktioniert ebenfalls über QR-Codes. Im öffentlichen Verkehr gibt es je nach Region unterschiedliche Lösungen, wobei TWINT zunehmend als Bezahlmethode integriert wird.
Online-Shopping mit TWINT
Neben dem Bezahlen an physischen Kassen können Sie TWINT auch in vielen Online-Shops als Zahlungsmittel verwenden. Beim Checkout wählen Sie TWINT als Zahlungsoption, geben Ihre Mobilnummer ein oder scannen den angezeigten QR-Code und bestätigen in der App. Das ist oft schneller als Kreditkartendaten einzutippen.
Kosten und Limiten: Was TWINT Sie wirklich kostet
| Metrik | Daten |
|---|---|
| Anzahl der Downloads | über 5 Millionen |
| Bewertung im App Store | 4.5 von 5 Sternen |
| Transaktionsgebühren | Keine |
| Unterstützte Banken | Über 250 Banken |
| Maximale Transaktionshöhe | CHF 5,000 |
Eine der häufigsten Fragen: Kostet TWINT etwas? Die kurze Antwort: Für Sie als Nutzerin oder Nutzer ist TWINT in der Regel kostenlos. Sie zahlen nichts für den Download der App, nichts für das Einrichten und nichts für das Bezahlen an der Kasse oder das Senden von Geld an Freunde.
Gibt es versteckte Gebühren?
Grundsätzlich nein. Es gibt allerdings ein paar Sonderfälle, bei denen Gebühren anfallen können. Ein Beispiel ist der Bargeldbezug über TWINT, der an bestimmten Stellen angeboten wird. Hier können je nach Anbieter Gebühren erhoben werden. Auch bei der Prepaid-Version kann das Aufladen des Guthabens je nach gewählter Methode mit kleinen Kosten verbunden sein.
Im normalen Alltag – also Einkaufen, Geld an Freunde schicken, online bezahlen – fallen aber keine Gebühren an.
Limiten im Überblick
Die Limiten bei TWINT variieren je nach Bank und Kontotyp. Typischerweise gibt es eine Tages- und eine Monatslimite für Zahlungen und eine separate Limite für das Senden von Geld an Privatpersonen. Diese Limiten sind in der Anfangsphase – also vor der vollständigen Aktivierung – oft deutlich tiefer. Nach Abschluss der Aktivierung steigen sie auf das reguläre Niveau.
Wenn Sie grössere Beträge über TWINT abwickeln möchten, sollten Sie vorab in Ihrer App prüfen, welche Limiten aktuell gelten. In den Einstellungen der App finden Sie diese Information in der Regel unter einem Menüpunkt wie «Limiten» oder «Kontoeinstellungen».
Sicherheit bei TWINT: So schützen Sie sich
Beim Thema mobiles Bezahlen kommt bei vielen ein mulmiges Gefühl auf. Ist das sicher? Was passiert, wenn ich mein Handy verliere? Die gute Nachricht: TWINT hat mehrere Sicherheitsmechanismen eingebaut.
PIN und biometrische Authentifizierung
Jede Zahlung muss aktiv bestätigt werden – entweder durch Ihre persönliche PIN oder, falls Ihr Smartphone es unterstützt, durch biometrische Authentifizierung wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Das bedeutet: Selbst wenn jemand Ihr Handy in die Hände bekommt, kann er ohne Ihre PIN oder Ihren Fingerabdruck keine Zahlungen auslösen.
Aktivierungsprozesse zur Absicherung
Wie oben beschrieben, setzen viele Banken auf zusätzliche Aktivierungsschritte wie Briefe mit Codes oder SMS-Verifizierungen. Das mag im ersten Moment umständlich wirken, dient aber einem klaren Zweck: Niemand soll ohne Ihre Zustimmung Zugriff auf Ihr TWINT-Konto erhalten.
Was tun bei Verlust des Smartphones?
Sollten Sie Ihr Handy verlieren, können Sie TWINT über Ihre Bank oder direkt über den TWINT-Support sperren lassen. Weil die App durch die PIN geschützt ist, hat ein Finder ohne Weiteres keinen Zugriff. Trotzdem sollten Sie im Fall eines Verlusts schnell handeln und die Sperrung veranlassen.
Vorsicht bei Betrugsversuchen
Ein Thema, das leider zunehmend relevant wird: Betrugsversuche. Gelegentlich versuchen Betrüger, über gefälschte Zahlungsanforderungen oder Phishing-Nachrichten an Ihr Geld zu kommen. Die wichtigste Regel: Bestätigen Sie in der TWINT-App niemals eine Zahlung, die Sie nicht selbst ausgelöst haben. Wenn Ihnen eine Zahlungsanforderung von einer unbekannten Person zugeht, lehnen Sie diese ab. TWINT selbst wird Sie niemals per E-Mail oder SMS nach Ihrer PIN oder Ihren Zugangsdaten fragen.
Häufige Probleme und wie Sie sie lösen
Auch wenn TWINT in den meisten Fällen problemlos funktioniert, gibt es ein paar typische Stolpersteine, die immer wieder auftauchen.
Die App erkennt den QR-Code nicht
Das passiert manchmal, wenn die Kamera verschmutzt ist, das Licht ungünstig fällt oder der QR-Code auf dem Terminal zu klein dargestellt wird. Halten Sie das Smartphone ruhig und in einem Abstand von etwa 15 bis 20 Zentimetern. Wenn es gar nicht klappt, fragen Sie an der Kasse, ob der QR-Code neu generiert werden kann.
Zahlung wird abgelehnt
In den meisten Fällen liegt das an der Limite. Prüfen Sie in der App, ob Ihre Tages- oder Monatslimite bereits erreicht ist. Falls Sie die Aktivierung noch nicht abgeschlossen haben, kann auch das der Grund sein.
Falscher Betrag gesendet
Beim Geld senden an Privatpersonen gibt es keine automatische Rückbuchung. Wenn Sie versehentlich einen falschen Betrag gesendet haben, müssen Sie die Person direkt kontaktieren und um Rücküberweisung bitten. Prüfen Sie also vor dem Bestätigen immer den Betrag noch einmal.
Fazit: Lohnt sich TWINT?
Wenn Sie in der Schweiz leben oder regelmässig hier einkaufen, ist TWINT eine echte Erleichterung im Alltag. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten, das Bezahlen an der Kasse geht schnell, und das Senden von Geld an Freunde und Familie erspart umständliche Banküberweisungen. Kosten fallen für den normalen Gebrauch keine an, und die Sicherheitsmechanismen sind solide.
Der einzige Punkt, der etwas Geduld erfordert, ist die vollständige Aktivierung bei Bank-Versionen – warten Sie einfach den Aktivierungscode ab, dann steht Ihnen der volle Funktionsumfang zur Verfügung. Danach ist TWINT ein Werkzeug, das Sie wahrscheinlich häufiger nutzen werden, als Sie anfangs denken.
Whats App/ SMS oder Telefon 078/ 686-83-27
FAQs
1. Was ist TWINT und wie funktioniert es?
TWINT ist eine mobile Zahlungslösung, die es ermöglicht, Geld zu senden, an der Kasse zu bezahlen und online zu shoppen. Es funktioniert über eine App, die mit dem Bankkonto oder der Kreditkarte des Benutzers verbunden ist.
2. Wie richte ich TWINT ein?
Um TWINT einzurichten, muss man zuerst die TWINT-App herunterladen und sich registrieren. Anschließend kann man die gewünschte Zahlungsmethode hinzufügen, wie zum Beispiel das Bankkonto oder die Kreditkarte.
3. Wie kann ich Geld mit TWINT senden?
Um Geld mit TWINT zu senden, öffnet man die App, wählt die Option „Geld senden“ aus, gibt den Betrag und den Empfänger ein und bestätigt die Transaktion. Der Empfänger muss ebenfalls die TWINT-App installiert und registriert haben.
4. Ist TWINT sicher?
Ja, TWINT gilt als sichere Zahlungsmethode. Die App verwendet moderne Verschlüsselungstechnologien, um die Sicherheit der Transaktionen zu gewährleisten. Zudem ist die App durch einen persönlichen PIN-Code geschützt.
5. Kann ich mit TWINT an der Kasse bezahlen?
Ja, mit TWINT kann man an vielen Kassen in Geschäften, Restaurants und anderen Einrichtungen kontaktlos bezahlen. Dazu muss man lediglich die TWINT-App öffnen, den QR-Code scannen und die Zahlung bestätigen.
